Forstenried

So idyllisch kann Forstenried sein . . .

. . .aber . . .

. . . zur Zeit sind einige Projekte in Planung, die gravierende Auswirkungen auf die Lebensqualität im Münchner Süden haben werden, sollten sie realisiert werden.

Autobahn-Südring

Der Bau eines Autobahn-Südrings um München, - das Thema flammte seit Jahrzehnten immer wieder auf,
wurde eigentlich 2004 aus dem Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen gestrichen.
In 2007 wurde von der Staatsregierung dann doch eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Die bisherigen Zwischenberichte der Machbarkeitsstudie sprechen von den höchsten "Raumwiderständen" aufgrund der zu erwartenden ökologischen Zerstörungen und der negativen Auswirkungen auf Wohngebiete, die einer Dauerbelastung durch Lärm, Feinstaub und Abgase ausgesetzt wären.
(Download des ersten Zwischenberichts Textteil / Kartenmaterial)

Als Reaktion darauf haben sich Aktionsbündnisse und Bürgerinitiativen mit der Zielsetzung dieses Projekt zu verhindern etabliert:

Staebli-Durchstich

Mit dem geplanten Straßendurchstich entsteht eine Staatsstraße quer durch die Wohngebiete an der Stäblistraße, der Lochhamer Straße und der Siemensallee.
Die Realisierung würde bedeuten, dass der überörtliche Durchgangsverkehr mitten durch das Stadtviertel Forstenried rollt.
Auf dieser Trasse wäre mit einer erheblichen Verkehrssteigerung mit überörtlichem Schwerlastverkehr zu rechnen, da hier eine Alternativroute zum Mittleren Ring entstehen würde. Die geplante Trasse würde auch als ein Ersatz-Südring fungieren.
Die Problematik -der hohen Verkehrsbelastung- im Ortskern Forstenried würde aber nicht gelöst, sondern nur um einige Meter von Süden nach Norden verlagert und erheblich verschärft.
Daher hat sich mit dem Zusammenschluss von engagierten Bürgern aus dem Münchner Südwesten die Bürgerinitiative Forstenried gebildet,
die sich für den Erhalt der wunderschönen Gartenstadt Forstenried im Münchner Südwesten einsetzt.

Buergerinitiative StaeblidurchstichBI Stäblistraße

 

Schießanlage im Forstenrieder Park

Die Anlage Hubertus besteht bereits seit 1924 und genießt Bestandsschutz.
Der Schießbetrieb ist jedoch auf bestimmte Zeiten reglementiert.
Der Schützenverein Hubertus in Unterdill (Forstenrieder Park) strebt die Errichtung einer Groß-Schießanlage an.
Die Abendzeitung vom 9. Juli 2009 meldet, daß der Bau 260 Meter lang und 160 Meter breit werden (das entspricht ungefähr der Grundfläche der Allianz Arena) und über einen 18m hohen Schutzwall verfügen soll. Die Anlage würde zwei Meter tief unter der Erde liegen. Für die erforderlichen Erdbewegungen müßten bis zu 100 LKWs ca. eineinhalb Jahre lang täglich die Baustelle anfahren.

Gegen diese Pläne und gegen die Erweiterung des Schießbetriebs und der damit verbundenen Lärmbelästigung hat sich eine Initiative zusammengeschlossen:

Forstenrieder Park ohne Schießanlage

Hauptanliegen der Initiative sind Erhalt und Verbesserung der natürlichen Lebensräume und die Reduzierung der Belastungen für die betroffenen Wohngebiete durch die Schießanlage im Forstenrieder Park.

Einkaufszentrum

In den vergangenen Bürgerversammlungen wurde über die Konzepte zur Errichtung eines -mit dem OEZ oder PEP vergleichbaren- Einkaufszentrums im Bezirk 19 (30.000 qm Verkaufsfläche und 1.800 Parkplätzen) diskutiert.
Dafür haben sich in den letzten Jahren zwei Standorte herauskristallisiert:
Der Ratzingerplatz und das Gelände Boschetsrieder Str. / Drygalski-Allee.

Angesichts der vielen leer stehenden Geschäfte und Büros ist zu bezweifeln, dass für den Bezirk überhaupt Bedarf vorhanden ist. Von Vorteil wäre ein Einkaufszentrum also vor allem überregional betrachtet- insbesondere für das südliche Münchner Umland. Bei einer Realisierung ist also mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen- durch Ströme von den Hauptverkehrsrouten (Autobahn und Mittlerer Ring) durch die vorhandenen Wohngebiete- zu erwarten. Hier wäre auch die Realisierung des Staebli-Durchstichs "von Vorteil".
Abzuwarten ist, ob die Enstehung von neuen Arbeitsplätzen in so einem Einkaufszentrum die negativen Auswirkungen auf die Geschäftsinfrastruktur in den angrenzenden Stadtteilen aufwiegen wird.