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Technisches Objekt

In der VDI-Richtlinie 2218 ist der Begriff "Feature" definiert. Danach sind Features informationstechnische Elemente, die Bereiche von einzelnen oder mehreren Produkten repräsentieren. Ein Feature kann als Zusammenfassung von Geometrieelementen aufgefaßt werden, wobei diese Geometrieelemente eine "Semantik" (=Bedeutung) besitzen können.
Features stellen produktbezogene Methoden zur Modellierung zur Verfügung. Die Feature-Technik geht also über die rein geometrischen Grundoperationen hinaus und stellt Objekte mit Methoden und Eigenschaften bereit, die Realität wiederspiegeln.
Durch die Feature-Technologie können alle Lebenszyklus-relevante Daten eines Produktes oder Bauteiles bereitgestellt werden. Und dies ist der Bildung einer nahtlosen Prozeßkette förderlich.
Zur Feature-Semantik gehört:
- Funktion, Bearbeitungstyp, Qualitätseigenschaften, …
- Feature-Parameter (z.B.: Bohrungsdurchmesser)
- Attribute (z. B.: Toleranzen)
- Bearbeitungsregeln
- ...
Kennzeichen von Features:
- Einmal in der CAD-Konstruktion eingefügt, behält ein Feature seine Gestalt immer bei und läßt sich nur über seine Parameter ändern
- die Definition eines Formelementes umfaßt Verhaltensregeln, die nach seiner Positionierung auf Dauer bestehen.
- Analyse und Fertigung können auf die Definition des Formelementes zugreifen
- Features bilden funktionale Zusammenhänge aus der Realität im CAD-Modell ab.


Internationaler Begriff
Feature

Synonym
Gestaltelement, Konstruktionselement

Acronym

Beispiel
Ein Nut als CAD-Feature besteht aus mehreren Geometrieelementen und enthält die Information, wie die Bearbeitung zu erfolgen hat und welche Funktion die Nut später haben wird.
Neben einem Geometrie-Feature läßt sich einem Bauteil auch ein Feature mit Qualitäts-relevanten Informationen (Oberflächengüte und Toleranz) zuweisen.
Mittels Features lassen sich auch Informationen festhalten, die am Ende des Lebenszykluses eines Bauelementes wichtig werden, wie z. B. Hinweise zur Abnutzung, Demontage und Entsorgung

Siehe auch