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Stereo-Bilddarstellung

Bei der stereoskopischen Bilddarstellung wird der räumliche Tiefeneindruck erreicht durch die Darstellung des CAD-Modells / Objekts aus zwei geringfügig unterschiedlichen Perspektiven. Der räumliche Versatz zwischen den zusammengehörenden Bildern - die so genannte "Disparität"- enthält die Tiefeninformation und damit die Entfernung des Modells von der Display-"Oberfläche". Das menschliche Auge erkennt Abstand durch den Unterschied zwischen der Wahrnehmung durch das linke und das rechte Auge.
Bei der Technik der stereoskopischen Bilddarstellung werden also zwei unterschiedliche Bilder so bereitgestellt, dass ein Bild nur das linke und das zweite Bild nur das rechte Auge des Betrachters erreicht.

Zur Trennung der beiden Bildinhalte gibt es verschiedene Techniken:
- Polarisationstechnik
- Zeitmultiplexverfahren

1.
Polarisationstechnik:
Zwei unterschiedlich polarisierte LCD-Panels liegen übereinander. Mit Hilfe einer Polfilter-Brille nimmt das eine Auge nur die Informationen des einen Panels und das andere Auge das Bild des anderen Panels wahr.
Andere Displays polarisieren zeilenweise. D. h. die ungeraden Bildzeilen werden in die eine Richtung und die geraden in die andere Richtung polarisiert. Mit der Polfilterbrille sieht man dann die entsprechenden Zeilen nur auf dem linken bzw. auf dem rechten Auge. Dadurch geht natürlich die halbe vertikale Auflösung verloren.
2.
Shutterbrillen:
Ein Monitor liefert abwechselnd ein Bild für das linke und das rechte Auge. Die Shutterbrille dunkelt synchron dazu, abwechselnd das linke und rechte Brillenglas per Flüssigkristall. Durch die Trägheit des menschlichen Auge wird ein räumliches Gesamtbild wahrgenommen, wenn der Bildwechsel schnell genug erfolgt.

3.
Autosteroskopische Displays
Bildschirme mit Streifenmaske oder Linsenraster sorgen dafür, dass das Bild - ganz ohne Benutzung einer 3D-Brille- getrennt wird und die Augen des Betrachters nur das jeweils für sie entsprechenden Bilder wahrnehmen- ähnlich wie bei den so genannten Wackelbildern. (Nachteil: Die Auflösung verringert sich durch Streifenmaske oder Linsenraster)

4.
Anaglyphen-Brillen
Anaglyphen-Brillen bestehen aus zwei unterschiedlich gefärbten Gläsern, die aus entsprechend aufbereiteten Bildern die Komplementärfarben herausfiltern.


Für die stereoskopische Ausgabe muss das CAD-Programm natürlich in der Lage sein, die Bildinformation entsprechend aufzubereiten. Das erfolgt zum Beispiel, indem zwei unterschiedliche Bilder aus leicht unterschiedlichen Kamerapositionen gerendert werden und diese beiden Bilder auf einem Bildschirm (z.B. in unterschiedlichen Farben) übereinandergelegt werden. Wenn das zusammengesetzte Bild mit einer 3D-Brille oder über ein spezielles 3D-Display betrachtet wird, wird Tiefe wahrgenommen.


Internationaler Begriff

Synonym
Stereoskopie

Acronym

Beispiel


Siehe auch