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Rapid Manufacturing

"Rapid Manufacturing" oder auch "Direct Manufacturing" bezeichnet die Verfahren zur generativen Herstellung von Endprodukten mit Hilfe von generativen Maschinen (Fabrikatoren) auf Basis von rechnerinternen Modelldaten (3D CAD Modell)
"Rapid Manufacturing" geht heute (2013) über den Ansatz von "Rapid Prototyping" hinaus, bei dem (anfangs) die Umsetzung der 3D-CAD-Daten in einen geometrischen Körper im Vordergrund stand. Mit Rapid Manufacturing soll ein Fertigteil mit allen mechanischen und technologischen Eigenschaften der Zielteils hergestellt werden.

Bei generativ hergestellten Produkten entfallen oft geometrische und fertigungstechnische Limitierungen der üblichen Serienfertigungsverfahren. So sind keine Entformungsschrägen notwendig, die geometrische Gestaltung wird unabhängig von Trennebenen und Hinterschnitte erfordern keine Schieber.
Generativ gefertigte Bauteile können geometrisch komplexer werden.
Mit den Verfahren des Rapid Manufacturing können ganz neue Eigenschaften für Bauteile realisiert werden, die in herkömmlichen Fertigungsverfahren nicht oder nur schwierig realiserbar wären (z.B. Bauteile mit spezieller interner Struktur).

Die Digital Manufacturing- Fertigungsverfahren erlauben zudem die Variation von Massenprodukten. In der werkzeuggebundenen Fertigung können diese Variationen nur mit Aufwand z. B. durch Wechsel von Einsätzen realisiert werden. Bei generativer Fertigung kann die Erstellung von Varianten in beliebigen Chargen bis hin zur Stückzahl Eins ohne wirtschaftliche Nachteile erfolgen.

Außerdem ist mit den Rapid Manufacturing- Verfahren eine dezentrale, werkzeuglose und Stückzahl- unabhängige Fertigung möglich.
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Internationaler Begriff
Rapid Manufacturing

Synonym
Direct Manufacturing

Acronym
RM

Beispiel
Bei additiven Fertigungverfahren können im Schichtbauverfahren schnell und flexibel Bauteile, Endprodukte und Serien gefertigt werden. Dabei werden Materialien wie Glas, Metall, Keramik, Kunststoffe und neue Materialien verwendet.

Siehe auch