Inhalt

Digitaler Prototypenbau

"Mock-up" bedeutet in der wörtlichen Übersetzung "Attrappe". Der Begriff ist der Flugzeugindustrie entlehnt. Hier wurden mit 1:1-Modellen verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Heute werden diese "Attrappen" im Rechner nachgebildet, daher wird von "Digital Mockup" gesprochen.
Ziel des DMU ist es, vom kompletten Produkt allen an der Entwicklung beteiligten Personen und Institutionen ein virtuelles, digitales 3D-Modell zugänglich zu machen.
Beim "digitalen Prototypenbau" geht es in erster Linie um die digitale Montage und um Zusammenbauuntersuchungen von einfachen Bauteilgruppen bis hin zu komplexen Produktstrukturen.

"Digital Mockup" ist auch ein Überbegriff für verschiedene Softwaremodule, die in unterschiedlichen Entwicklungprozessen eingesetzt werden, um frühzeitig Kontrollen durchführen zu können (zur Beseitigung von Fehlern und zur Einsparung von Zeit und Kosten). Es geht hier also um die Verlagerung der Prototypenphase -zeitlich gesehen- möglichst weit nach vorne.
Die Untersuchungen erfolgen auf Basis von 3D-CAD-Modellen und umfassen vor allem die Überprüfung auf Kollisionsfreiheit, die Einhaltung von Mindestabständen (z. B. bei wärmeabstrahlenden Teilen), der verbleibende Restbau- oder Bedienraum sowie die Hüllgeometrie bei beweglichen Komponenten.


Internationaler Begriff
Digital Mockup

Synonym

Acronym
DMU

Beispiel
Mit dem Digitalen Prototypenbau lassen sich die ergonomischen, elektrischen oder aerodynamischen Eigenschaften testen. Mit Hilfe des Digitalen Prototypenbaus können Crashtests simuliert werden.

Siehe auch